Aktuelles/News

Band 10: Wirkungsorientierte Jugendhilfe
Abschlussbericht der Evaluation des Bundesmodellprogramms
"Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsorientierte
Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsvereinbarungen nach
§§ 78a ff SGB VIII

Stefanie Albus, Heike Greschke, Birte Klingler, Heinz Messmer,
Heinz-Günter Micheel, Hans-Uwe Otto, Andreas Polutta
Wirkungsorientierte Jugendhilfe
Abschlussbericht der Evaluation des Bundesmodellprogramms
"Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsorientierte
Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsvereinbarungen nach
§§ 78a ff SGB VIII"
2010, 236 Seiten, br., 19,90 €, ISBN 978-3-8309-2008-3

Die vorliegende Schriftenreihe erscheint begleitend zum Modellprogramm
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(BMFSFJ) zur "Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch
wirkungsorientierte Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und
Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach §§ 78a ff SGB VIII".

Der Link zum Buch lautet

http://www.waxmann.com/buch2008

Die pdf zum Buch finden Sie hier [4 MB].

Band 9: Praxishilfe zur wirkungsorientierten
Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung
ISA Planung und Entwicklung GmbH
Universität Bielefeld, Fakultät für
Erziehungswissenschaft

Titelbild Band 6

Die hier nun vorliegende „Praxishilfe zur wirkungsorientierten Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung“ stellt ein wesentliches Ergebnis des Bundesmodellprogramms „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“ dar. Sie wurde konzipiert als eine Handreichung für Akteure der Jugendhilfe die „ihre Praxis“ wirkungsorientiert entwickeln wollen. Mit der Praxishilfe können sich Akteure der Jugendhilfe „auf den Weg“ machen ihre eigenen wirkungsorientierten Vereinbarungen zu erarbeiten. Sie gliedert sich - nach der Darstellung von „Schlaglichtern Wirkungsorientierter Jugendhilfe“ - in zwei Abschnitte: Im ersten Kapitel wird - als zentraler Aspekt - in mehreren Schritten ein Entwicklungsrahmen für die Erarbeitung neuer wirkungsorientierter Vereinbarungen in den Hilfen zur Erziehung dargestellt. Dieser basiert auf den Erfahrungen der Modellpartner im Bundesmodellprogramm. Zunächst werden organisatorische und juristische Grundlagen für die Entwicklung von wirkungsorientierten Vereinbarungen benannt, dann organisatorische, personelle und kulturelle Voraussetzungen für den Entwicklungsprozess beschrieben. Anschließend werden fünf Schritte auf dem Weg zu wirkungsorientierten Vereinbarungen vorgestellt, wie sie im Aushandlungsprozess gegangen werden sollten. Somit wird ein strukturiertes Vorgehen für die Auseinandersetzung mit der Wirkungsorientierung vor Ort vorgeschlagen, aber hier noch kein spezielles wirkungsorientiertes Verfahren oder Instrument empfohlen. Im zweiten Kapitel der Praxishilfe, werden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation des Bundesmodellprogramms zusammengefasst und zu praxisrelevanten Punkten aufbereitet. In einem ersten Schritt werden fünfzehn Elemente wirkungsorientierter Jugendhilfe vorgestellt und bewertet. Der nächste Teil des Kapitels konzentriert sich auf Wechselwirkungen, die im Hilfeplangespräch entstehen können. Dann werden „implizite“ Wirkfa ktoren vorgestellt, die – wenngleich sie keine explizite Rolle im Bundesmodellprogramm spielen – von der Evaluation als wirkmächtig identifiziert werden konnten. Abschließend werden die Ergebnisse der Evaluation auf zehn empirisch nachweisbare Wirkfaktoren zugespitzt dargestellt.

Die Datei finden Sie <hier> [pdf; 1,9 MB]

Auf dieser Webseite können - in Anschluss an die Gliederung der Praxishilfe - Beispiele der Modellstandorte zu den 15 von der Evaluation beschriebenen Elementen eingesehen werden.

Veranstaltungshinweis: Regionale Konferenz „Wirkungsorientierte Heimerziehung“ am 19.06.09 in Essen

Im Anschluss an das Bundesmodellprogramm veranstaltet der Modellstandort Essen am 19.06.09 für Vertreter aus dem Bereich der regionalen Heimerziehung und weitere Interessierte einen Fachtag. Programm und Anmeldemöglichkeiten können Sie dem untenstehenden Flyer entnehmen.

Flyer Essen 19.06.2009 [pdf; 256 KB]

Abschlussveranstaltung „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“

Staatssekretär Hoofe eröffnet die Abschlusstagung „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“

Am 13.05.09 konnten nach dreijähriger Programmlaufzeit die Evaluationsergebnisse und Erfahrungen der am Bundesmodellprogramm beteiligten Akteure einer interessierten Fachöffentlichkeit präsentiert werden. Staatssekretär Hoofe begrüßte die 250 Teilnehmer/innen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und betonte, dass die im Rahmen des Programms entwickelten wirkungsorientierten Elemente und empirisch belegten Wirkfaktoren wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung darstellen und Einzug in das fachpolitische Bewusstsein und in die künftige Planung und Durchführung von Hilfen zur Erziehung halten müssen. Die ISA Planung und Entwicklung GmbH als Regiestelle verwies auf die Bedeutung und Leistungen des Programms für die Kinder- Jugendhilfe.

Standort Halle

Die Standorte (hier Standort Halle) stellen ihre Konzepte vor.

So habe das Programm wesentlich zu einer Versachlichung der Fachdiskussion um das Thema Wirkungsorientierung“ beigetragen und Gelegenheit gegeben, erstmals Modelle zur besseren Passung von pädagogischen Auftrag und Finanzierungsstruktur auszuprobieren und empirisch zu untersuchen. Die Sprecher des Evaluationsteams der Universität Bielefeld stellten schließlich die im Programm entwickelten wirkungsorientierten Elemente vor und benannten wesentliche Wirkfaktoren, die zu einer effektiveren Erbringung von Hilfen zur Erziehung beitragen. Hierzu zählen u.a. die Stärkung der Partizipation der jungen Menschen im Hilfeplangespräch oder im pädagogischen Alltag sowie institutionelle Rahmenbedingungen in Form von Wirkungsdialogen zwischen freien und öffentlichen Träger oder der Mitbestimmung von Fachkräften in ihrer Organisation (siehe ausführlicher die hier zum Download bereitstehenden Präsentationen).

Diskussion

Abschlussdiskussion mit Rainer Kröger (AFET, 1. v.r.) Dr. Annette Niederfranke (BMFSFJ), Wolfgang Trede (Kreisjugendamt Böblingen) und Prof. Dr. Dr. hc. mult. Hans-Uwe Otto (Universität Bielefeld, 4.v.r.)

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden einen unmittelbaren Eindruck von den verschiedenen lokalen Ansätzen verschaffen. Die Modellstandorte stellten ihre wirkungsorientierten Konzepte und Elemente vor und berichteten von ihren lokalen Ergebnissen und Erfahrungen. Die Veranstaltung schloss mit einer Podiumsdiskussion mit Dr. Annette Niederfranke (BMFSFJ), Rainer Kröger (AFET) Wolfgang Trede (Kreisjugendamt Böblingen) und Prof. Dr. Dr. hc. mult. Hans-Uwe Otto (Universität Bielefeld), die aus dem Blickwinkel ihrer Institutionen die Ergebnisse des Bundesmodellprogramms kommentierten und fachpolitische Konsequenzen diskutierten.

Die Präsentationen der Regiestelle, Evaluation sowie der Standorte stehen zum Download bereit (s.u.).

Präsentationen der Regiestelle und Evaluation

Präsentation der Modellstandorte

Weiter finden Sie hier einen Link zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Bundesmodellprogramm: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=122296.html

Abschlusssitzung des wissenschaftlichen Beirats

Vom 31.03.-01.04.09 tagten die Beiratsmitglieder auf der Abschlusssitzung in Hannover, um über die Evaluationsergebnisse und Erfahrungen des dreijährigen Bundesmodellprogramms zu diskutieren und über Empfehlungen für die Praxis zu beraten. Ein wesentliches Ergebnis der Evaluation ist, dass das Partizipationsempfinden der Kinder und Jugendlichen in der Hilfeplanung und eine positiv empfundene Qualität der Arbeitsbeziehung zwischen jungen Menschen und der Fachkraft der betreuenden Einrichtung die Teilhabemöglichkeiten und Selbstbestimmungskompetenzen der jungen Menschen steigern. Das Partizipationsempfinden der jungen Menschen wird dabei u.a. durch eine gute Vorbereitung und verbindliche Verfahren in der Hilfeplanung erhöht. In diesem Zusammenhang konnte auch gezeigt werden, dass ab einem gewissen Maß der Standardisierung der Hilfeplanung das Beteiligungsempfinden der jungen Menschen sank. Weiter hat sich gezeigt, dass die Bonus-Malus-Regelungen nicht zu einer Steigerung der Motivation der Fachkräfte führen und Einsparungen derzeit nicht beobachtet werden können. Qualitätsdialoge haben sich dagegen als Mittel zur Qualitätssteigerung und Verbesserung der Zusammenarbeit bewährt. Daneben konnten weitere Wirkfaktoren auf der institutionellen und professionellen Ebene identifiziert werden, die für eine professionelle Erbringung erzieherischer Hilfen relevant sind (die ausführliche Darstellung der Ergebnisse erfolgt in der Mitte Mai erscheinenden Praxishilfe zum Bundesmodellprogramm und auf der Abschlusstagung am 13.05.09 in Berlin). Auf der Beiratssitzung wurden diese und weitere Ergebnisse besprochen und Stellungsnahmen aus Sicht der Vertreter der einzelnen Institutionen formuliert. Unter anderem wurde von den anwesenden Beiratsmitgliedern eine rechtliche Verankerung der Partizipation von Adressaten als Bestandteil der Leistungs- Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach den §§ 78a ff. erwogen, die allerdings über eine nur „formale Teilnahme“ der Adressaten hinausgehen müsse. Darüber hinaus wurde eine stärkere Betonung der Verantwortung der Jugendämter für die Gestaltung der Kooperationsbeziehungen mit den freien Trägern thematisiert und deren Voraussetzungen diskutiert.

Eine erste schriftliche Stellungnahme mit Empfehlungen zu den Ergebnissen des Bundesmodellprogramms liegt vom Beiratsmitglied Klaus Esser (BVke) vor und kann hier eingesehen werden.

Beiratsmitglied Klaus Esser, Vertreter des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe (BVkE)

Statement Klaus Esser [pdf; 50 KB]

Hans-Werner KünkelEine weitere Stellungnahme des Beiratsmitgliedes Hans-Werner Künkel, Mitglied des Vorstandes im EREV finden Sie hier.

Statement Hans-Werner Künkel [pdf; 19 KB]

Wirkungsorientierte Jugendhilfe Band 7 und 8 erschienen

Die beiden Bände können Sie hier als pdf-Datei herunter laden.

Abschlussveranstaltung zum Bundesmodellprogramm „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“ 13.05.2009, Berlin

Nach dreijähriger Projektlaufzeit können die Evaluationsergebnisse aus dem Bundesmodellprogramm präsentiert werden. In dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierten Modellprogramm haben 11 Modellstandorte wirkungsorientierte Vereinbarungen für die Hilfen zur Erziehung  nach §§ 78a ff. ausgehandelt und erprobt und wurden dabei vom ISA als Regiestelle begleitet. Ziel des Programms war, die Hilfeerbringung und deren Qualität konsequenter auf die Wirkungen auszurichten. Die Modellstandorte haben hierzu unterschiedliche Ansätze, Instrumente und Verfahren entwickelt und implementiert. Ihre Arbeit wurde dabei von der Universität Bielefeld evaluiert. Die Untersuchungsergebnisse zu Wirkungsprozessen in den Hilfen zur Erziehung werden nun auf der Abschlusstagung präsentiert.

Programmflyer [pdf; 1 MB]

Zur Anmeldung

Staatsekretär Gerd Hoofe eröffnete Fachforum zum Bundesmodellprogramm „Wirkungsorientierte Jugendhilfe“.

Auf dem Jugendhilfetag in Essen wurden am 19.06.08 die Zwischenergebnisse Bundesmodellprogramms einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Gerd Hoofe, Staatsekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, begrüßte ca. 200 interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen und erläuterte Hintergründe und Intentionen des Bundesmodellprogramms aus Sicht des Bundesministeriums. Seine Rede steht nun zum Download bereit [pdf; 80 KB].

Übersicht zu den Vereinbarungen der Modellstandorte

Um einen Überblick über die Ansätze und Inhalte der von den Modellstandorten entwickelten wirkungsorientierten Vereinbarungen zu gewinnen, wurden diese nun in einer Übersicht zusammengefasst. Diese enthält eine Auflistung der in den wirkungsorientierten Leistungs- Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen (LEQ) benannten Hilfeformen und Wirkungsziele und gibt einen knappen Überblick über die Verfahren und Indikatorensysteme. Weiter werden die Anreizsysteme sowie die wesentlichen Programmmerkmale eines jeden Standorts kurz beschrieben. Ausführlichere Informationen zu den standortspezifischen Vereinbarungen können den Selbstdarstellungen der Modellstandorte (s.u.) entnommen werden.


<<Download der Übersicht der Vereinbarungen>> [pdf, 500 KB]

Selbstdarstellungen der Konzepte der Modellstandorte: Jetzt online

Im Zuge der Regionalen Fachtagungen zum Bundesmodellprogramm Wirkungsorientierte Jugendhilfe im Februar 2008 haben die beteiligten Modellstandorte und ihre Beratungsinstitutionen die lokal entwickelten Konzepte der wirkungsorientierten Qualifizierung von erzieherischen Hilfen präsentiert. Die Folien dieser Präsentationen sind nun auch online verfügbar. Sie enthalten Angaben zu den Ausgangslagen, den Partnern, der Arbeitsstruktur und zu den im Fokus stehen den Hilfearten der Modellpartner. Insbesondere aber ermöglichen sie Einblicke in das jeweilige Wirkungsverständnis, die wirkungsorientierte Gestaltung von Hilfen zur Erziehung, die verwendeten Kriterien und Indikatoren zur Wirkungsbewertung und die gewählten Finanzierungsmodelle der Tandempartner. Mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen geben die hier veröffentlichten Folien einen guten Einblick in die bisherigen Prozesse und die im Rahmen des Bundesmodellprogramms abgeschlossenen Leistungs- Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen und teilweise erste lokale Auswertungsergebnisse: